Miro mit Consultant-Account als Kollaborations-Tool

Wie funktioniert die die digitale Zusammenarbeit im Remote-Workshop?

In letzter Zeit fanden Workshops und Schulungen nur noch digital statt. Doch wie funktioniert die digitale Kollaboration? Welche Tools sind nützlich und hilfreich? Kürzlich habe ich für einen Kunden einen Remote-Workshop zur selbstorganisierten Arbeitsplanung eines großen Teams in dessen Teilungsphase geleitet. Dabei habe ich gute Erfahrungen während unserer Remote-Zusammenarbeit und durch den Einsatz des Tools Miro gemacht.

Miro mit Consultant-Account als Kollaborations-Tool

Planung ist alles, Pläne sind nichts

Eine gute Agenda ist sowieso Pflicht. Ich hatte fünf Minuten Tutorial als Check-in eingeplant: Das war nicht genug. Es dauert länger als vermutet, um sich mit der Benutzung bekannt zu machen. Besser sind 15 Minuten, was übrigens auch für die Moderator:in gilt.

Zur Vorbereitung habe ich einige der angebotenen Tutorials genutzt. Neu sind bei Miro seitliche, für alle Benutzer sichtbare Notizen, die ich für meine Agenda und den Zeitrahmen nutzte.

Viel Arbeit für den Moderator

Eine Ice-Breaker Session war dann meine Wahl, um mit der gemeinsamen Nutzung zu starten. Für die tatsächliche Arbeit habe ich ein Story Mapping Template genutzt und mithilfe der verschiedenen Farben erklärt, welche Dinge editiert werden sollen und welche nicht. Es hat gut funktioniert, dass die Bereiche als Frames abgesteckt und gegen Verschieben gesperrt waren. Als Moderator habe ich unauffällig im Hintergrund das Board aufgeräumt - also leere Cards gelöscht und verschobene Bereiche wieder hergestellt. Immer wieder habe ich die Funktion “alle Bearbeiter zu mir bringen” genutzt, um den Fokus auf einen Frame herzustellen. Angenehm ist, dass die Schriftgröße unabhängig vom Zoom lesbar bleibt. Auch Abhängigkeiten zwischen erkannten Aufgaben und Stories lassen sich durch Pfeile und Verbindungen gut visualisieren.

Zusammenarbeit und Break-Out-Sessions

Bei einigen Arbeitsschritten war die angedachte Vorgehensweise zu chaotisch für die gleichzeitige Bearbeitung. In diesem Fall haben wir uns schnell angepasst und Bearbeitungsbereiche verteilt. Wichtig fand ich, die Menschen gemeinsam auf einem Board arbeiten zu lassen, während sie in verschiedenen Telefonaten sprachen und sich, nach Ablauf des Timers, wieder zurück fanden - ähnlich den Break-Out-Sessions.

Etablierung eines natürlichen Workflows

Beim vorbereiteten Feedback-Teil (einem schnell angepassten Retrospektiv-Template) war die Arbeitsweise bereits sehr natürlich. Fünfzehn Teilnehmende haben innerhalb von drei Minuten das Board mit wertvollem Feedback gefüllt. Als eine zweiköpfige Moderationsleistung war der Workshop mit gutem Ergebnis nach drei Stunden beendet.

Fazit - Gratisvariante für TeilnehmerInnen ausreichend und viel Arbeit für ModeratorInnen

Der Account lohnt sich für Moderationsprofis, die Bearbeitenden können Gatisnutzer mit wenigen Nachteilen bleiben. Shortcuts, eine saubere Struktur und die ordentliche Arbeitsfläche sind gute Gewährleister für ein zufriedenes Team. Allerdings stellt diese Form der Arbeit höhere Anforderungen an die ModeratorInnen, da sie nicht nur die Workshop-Methodik selbst, sondern auch das Tool und die Gruppe im Blick haben müssen.