Unsere TXP-Stars stellen sich vor: Martin, Softwarentwicklungsberater, CC Adobe

Philosophie und IT: Passt das zusammen? Martin beantwortet diese Frage mit einem „Ja“. Er hat Philosophie studiert und nebenher sein Studium mit der Softwareentwicklung finanziert. Heute arbeitet er Vollzeit bei uns als Softwareentwicklungsberater, hauptsächlich in Adobe-Projekten. Wir haben nachgefragt, wie er letztendlich von der Philosophie zur IT kam, mit ihm über seine derzeitigen Aufgaben bei diva-e gesprochen und die Frage, inwiefern er dabei von seinem Philosophiestudium profitieren kann.

Unsere TXP-Stars stellen sich vor: Martin, Softwarentwicklungsberater, CC Adobe

Das ist mein bisheriger Weg im Adobe Umfeld:

Mit den Adobe Produkten arbeite ich jetzt schon einige Jahre. Ich hatte bereits in meinen vorherigen Jobs mit den Produkten zu tun. Seit 2018 bin ich hier im Unternehmen, eingestiegen bin ich damals als klassischer Projektleiter. In meinem Alltag habe ich schnell gemerkt, dass eine Sache zwingend notwendig ist für den Erfolg eines Projektes: Die klare Definition der Kundenanforderungen bereits vor Projektstart. Daher habe ich mich im Bereich Requirements Engineering weitergebildet, um die Anforderungen der Kunden vor Projektstart detailliert erfassen und so unsere Adobe Projekte bereits von Beginn an in eine erfolgreiche Richtung lenken zu können.

Ich beschäftige mich verstärkt mit AEM, Adobe Target und Adobe Analytics, wobei ich meinen Schwerpunkt derzeit stark auf den Analytics Teil setze. Seit zwei Jahren bin ich daher auch als Adobe Analytics Berater tätig und berate unsere Kunden rund um das Thema Data Engineering.

Das sind meine aktuellen Aufgaben:

In unseren Projekten ist der erste Schritt meistens die Erstellung eines Analytics Konzepts. Ganz klassisch müssen dafür die Kundenanforderungen zusammengetragen werden, wofür ich mich in das Geschäft des Kunden einarbeiten und die wichtigsten KPIs für diesen definieren muss. Hierzu führe ich oftmals Anforderungsworkshops mit den Kunden durch. Danach gilt es, aus den Ergebnissen das Analytics-Konzept zu erstellen, welches dann die Grundlage für die Konfiguration der Marketing Tools und die Implementierung der Tools an den entsprechenden Stellen in den Websites der Kunden ist. Am Ende wird dann noch das Dashboard für die Visualisierung der Daten und das KPI Tracking erstellt.

Da ich selbst programmieren kann – und dies auch nach wie vor gerne mache – kümmere ich mich selbst um die Integration der APIs in den Code zur Extrahierung der Daten in die Adobe Tools. Das heißt, ich „wühle“ mich durch Frontend und Backend und setze die entsprechenden Datenpunkte. Das ist aber sehr abhängig von Kolleg:in zu Kolleg:in. Man muss nicht unbedingt programmieren können, andere haben ihren Fokus dann beispielsweise eher auf der Beratung oder der Toolkonfiguration.

Neben den Kundenprojekten bin ich intern dafür verantwortlich, das Wissen im Adobe Analytics Umfeld im Unternehmen auszubauen und zu teilen.

Das gefällt mir an meiner aktuellen Rolle bei diva-e besonders:

Ich bin in meiner aktuellen Rolle und durch die Arbeit mit den Adobe-Produkten nicht nur in einer Technologieschicht drin, das finde ich sehr spannend. Ich komme mit den verschiedensten Bereichen in Kontakt: Von der Website der Kunden über die Marketing Tools bin hin zur Visualisierung. Dadurch erhalte ich einen sehr guten Überblick über die jeweils eingesetzten Technologien in unseren Projekten. Aber auch über die verschiedensten Branchen, mit denen man sich durch die vielfältigen Projekte auseinandersetzen muss. Durch die Nähe zum Code kann ich auch besser die Herausforderungen auf Entwicklungsseite für die Datensammlung verstehen. Ich komme auch mit sehr vielen Kolleg:innen in Kontakt, auch das finde ich super. Ich finde es oftmals sehr inspirierend, mit anderen Entwicklerkolleg:innen zusammenzuarbeiten.

Je nach Projekt und Bedarf kann es auch vorkommen, dass ich eine andere Rolle übernehme. So arbeite ich aktuell beispielsweise in einem Projekt vor allem als Frontend-Entwickler. Diese Abwechslung ist wirklich spannend und sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt.

So kam ich zu Philosophie und Softwareentwicklung und letztendlich von der Philosophie zur Softwareentwicklung:

Die Leidenschaft für Philosophie kam sehr unerwartet und auch total zufällig. Wir mussten in der Oberstufe im Gymnasium bei einem Lehrer eine Hausarbeit schreiben. Er hatte eine Kiste mit Büchern mitgebracht, aus denen sich jeder eins aussuchen sollte und darüber dann die Arbeit schreiben musste. Ich dachte mir natürlich, ich nehme einfach das Dünnste, dann wird es hoffentlich am schnellsten gehen. Das Buch war eine Novelle von Friedrich Dürrenmatt - Vom Beobachten des Beobachters der Beobachter. Verstanden habe ich natürlich erstmal gar nichts. Letztendlich hat es mich dann aber so gefesselt und mich inspiriert, dass schnell feststand: Ich will Philosophie studieren. Nebenher habe ich dann aber auch noch Wirtschaft und Jura studiert, da es bekanntlich nicht allzu viele Jobmöglichkeiten als Philosoph heutzutage gibt.

Das Studium habe ich mir durch das Programmieren von Websites für Mittelständler finanziert. Ich habe schon seit meiner Jugend gerne was am PC gemacht, die Dinger auseinandergenommen und Sachen programmiert. Daher hat sich das mit dem Nebenjob gut angeboten und legte auch den Grundstein für meinen späteren Wechsel von der Philosophie in die IT.

Nach dem Studium bin ich dann nach Frankfurt gekommen und habe erstmal hauptberuflich Wirtschaftsethik an der Uni unterrichtet und nebenbei weiterhin viel programmiert und auch Projekte an der Uni geleitet. Am Ende habe ich mich dann vor ein paar Jahren zum kompletten Wechsel in die IT entschieden, weil die Mühlen im öffentlichen Dienst letztendlich sehr langsam mahlen und die Karrieren im Vergleich zum spannenden IT-Arbeitsalltag eher eintönig sind.

Das haben IT und Philosophie gemein:

In der Philosophie geht es vor allem um strukturelles Denken. Man muss komplexe Systeme verstehen, sie analysieren und gliedern. Das ist in der IT nicht anders. Auch hier geht es darum, die Kundensysteme zu verstehen, sie zu analysieren und sie zu gliedern und einfach tief einzutauchen und alles zu erfassen. Es geht auch manchmal darum, diese komplexen Systeme überhaupt erst zu konstruieren und aufzubauen. Hier hilft mir mein Philosophie-Hintergrund sehr gut.

Das mache ich in meiner Freizeit:

In meiner Freizeit setze ich auch gerne mal das ein oder andere Hobbyprojekt mit anderen Technologien und Programmiersprachen um. Vorzugsweise schalte ich aber den Rechner aus und gehe raus in die Natur. Am liebsten bin ich mit dem Fahrrad unterwegs und fahre auch gerne Langstreckenrennen.

Darauf bin ich bei meinem bisherigen Werdegang besonders stolz:

Es hat für mich noch nie gepasst, mich auf nur eine Sache zu fokussieren und mich in den für mich interessanten Themengebieten einzuschränken. Ich habe immer ein bisschen „meinen eigenen Stiefel durchgezogen“ und viele teils auch sehr verschiedene Interessen verfolgt. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich mich nie einschränken lassen habe und hier nicht irgendwann eingeknickt bin und mich nur auf eine Sache konzentriert habe.

Du möchtest mehr über die Arbeit bei diva-e erfahren? Hier gibt es ausführliche Informationen zu diva-e als Arbeitgeber und alle offenen Stellen findest du in unserem Stellenmarkt.

Weitere Informationen zum Transactional Experience Partner diva-e findest du hier.