Warum PIM-Systeme 2022 für E-Commerce-Systeme ein Muss sind

Optimierte Produktdaten für eine verbesserte Conversion Rate und reduzierte Retourenquoten.

Der E-Commerce boomt. Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) beliefen sich die Brutto-Umsätze 2020 in Deutschland auf rund 83,3 Milliarden Euro. 2021 steigen sie voraussichtlich auf 94 Milliarden Euro. Die Digitalisierung hat in den vergangenen zwei Jahren nochmals einen Schub bekommen. Immer mehr Menschen shoppen online. Damit steigen die Erfahrungswerte und Ansprüche der Konsument:innen. Sie möchten alle für sie relevanten Produktinformationen zu jederzeit finden – und zwar schnell und übersichtlich.

Gleichzeitig zeigt eine aktuelle Studie, dass 65 Prozent der Firmen Schwierigkeiten haben, Produktdaten aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen aufzurufen. Die Datenmengen zu reduzieren ist dabei keine Lösung, denn das System-Setup benötigt valide Daten, um dem Konsumenten das bestmögliche Nutzungserlebnis zu bieten.

Dabei gilt: Unternehmen müssen ihre Zielgruppe kennen. Nur so können sie die notwendigen Produktdaten in entsprechender Qualität liefern und die User Experience (UX) – beispielsweise im Onlineshop – erhöhen.

Das Problem: Die individuellen Anforderungen der einzelnen Vertriebskanäle lassen sich oftmals nicht flexibel in bestehenden Systemen, wie ERP oder Onlineshop, abbilden. Und wenn, dann nur mit einem hohen manuellen Aufwand. Die effizienteste Lösung für das Problem bietet ein Produktinformationsmanagement-System (PIM-System).

Warum PIM-Systeme 2022 für E-Commerce-Systeme ein Muss sind

Was Sie von PIM haben

In einem PIM-System können Sie alle produktrelevanten Informationen aus verschiedenen Quellsystemen bündeln. In diesem „Single Point of Truth“ erfassen, verwalten und ergänzen Sie Ihre Produktdaten sowie digitalen Assets wie Bilder oder Videos. Weitere Vorteile sind, dass das PIM Ihre Daten strukturiert, klassifiziert und für lokale Anwendungen übersetzt – beziehungsweise als lokale Information kennzeichnet. Zudem können Sie Rollen und Berechtigungen für einzelne PIM-Nutzer:innen festlegen und so Workflows individuell definieren.

Die Ausgabe der Produkte an Onlineshop, Print-Medien oder Ihren POS erfolgt erst, wenn diese die entsprechende Datenqualität vorweisen und von den befugten Mitarbeiter:innen freigegeben wurden. Intelligente Werkzeuge wie Validierungsregeln, Massenbearbeitungstools oder Freigabeprozesse unterstützen Sie dabei. Für Ihr Unternehmen bedeutet das: Durch die optimierten und erweiterten Produktinformationen steigt nachweislich die Conversion Rate, während die Retourenquoten sinken. Kund:innen fühlen sich verstanden, was die Kundenzufriedenheit und den Customer Lifetime Value nachhaltig erhöht.

Die optimierten Abläufe verhelfen Ihnen zudem zu einer einfacheren und schnelleren Erschließung neuer Absatzmärkte. Womit Sie Wettbewerbsvorteile und höhere Reichweite generieren. Sie suchen den Haken? Hier ist er: Zur Wahrheit gehört, dass die Einführung eines PIM-Systems Vorarbeit und Know-how bedarf.

Wie Sie Hürden bei der Einführung nehmen

Bei der Einführung eines PIM-Systems stehen Sie zunächst vor der Herausforderung, Daten aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen. Viele Unternehmen verfügen über mehrere historisch gewachsene Systeme, die Produktinformationen fragmentarisch an diverse Ausgabeformate leiten. Mitarbeiter:innen aus unterschiedlichen Bereichen pflegen Produktdaten unabhängig und dezentral. Die Folge: Es fehlt der Überblick über Verantwortlichkeiten und übergreifende Produktdaten.

Auf der Suche nach dem „Golden Record“ eruieren wir daher mit unseren Kund:innen in Workshops alle Datenquellen sowie deren Exportformate. Zudem analysieren wir mit den zuständigen Mitarbeiter:innen die verschiedenen Prozesse. Dabei achten wir auf Kanal-Spezifika, um sie in der Umstrukturierung und im anschließenden Export anzuwenden.

Ist das PIM-System einmal eingeführt, fällt das aufwändige Zusammensuchen und die Bearbeitung der Daten in verschiedenen Systemen für Sie weg. Die Produktdaten stehen dann gebündelt und ohne weiteren Formatierungsaufwand für die Folgesysteme bereit. Der nächste Schritt des PIM-Projekts besteht darin, das Datenmodell abzubilden sowie Produktdaten einer logischen Variantenbildung zur Vererbung von Informationen zuzuweisen.

Unser Ziel ist es dabei, Ihren manuellen Pflege- und Entwicklungsaufwand möglicher folgender Integrationen so gering wie möglich zu halten. Diese können etwa entstehen, weil Produkte nicht in der bestehenden Datenstruktur dargestellt und kaum Informationen vererbt werden können oder weitere Ausgabekanäle hinzukommen. Mit unseren Workshops unterstützen wir die Kund:innen dabei, ein flexibles Datenmodell und eine neue Produkthierarchie durch variantenbildende Attribute zu definieren – inklusive Vererbungen von Produktinformationen. So können Sie Ihre Produktdaten effizient abbilden und vereinfachen durch die optimierte Variantenbildung Ihre Pflegeprozesse.

Welche Schritte nötig sind – Ihre Checkliste

Mit unserer Checkliste bereiten Sie Ihr Unternehmen optimal auf die Einführung eines PIM-Systems vor.

Ihre Checkliste

  • Welche Systeme dienen als Datenquellen?

  • Welche Datenformate gehen an das PIM-System?

  • Wer pflegt Produktdaten?

  • Wo werden Produktdaten derzeit gepflegt?

  • Welche aktuellen Produktdatenpflegeprozesse gibt es?

  • Welche Ausgabekanäle sind vorhanden?

  • Welche Länder und Sprachen müssen berücksichtigt werden?

  • Welche Daten und Datenformate sind für welchen Kanal erforderlich?

  • Wie sieht die derzeitige Produktdatenstruktur/-hierarchie aus?

  • Welche Produkttypen gibt es (Single Products/Variants/Bundles)?

  • Wo und in welchen Sortimenten werden Produktdaten strukturiert?

Fazit

Die Kundenansprüche an Ihre Produktinformationen sind gestiegen. Eine gute UX ist dabei der Schlüssel für den Erfolg im E-Commerce. Gleichzeitig fällt es Unternehmen zunehmend schwerer, Ihre Produktdaten zu überblicken und aufzubereiten.

Ein PIM-System kann dieses Problem lösen. Es bietet einen zentralen Ort, an dem Sie Ihre Produktdaten sammeln, strukturieren, optimieren und an die Vertriebskanäle senden. Mittels vielfältiger Prozessdefinitionen im PIM-System reduzieren Sie nicht nur Pflegeaufwände und Kosten, sondern erhöhen auch die Datenqualität und -genauigkeit. Was wiederum Ihre Kunden und Kundinnen freut.

Bei Einführung eines PIM-Systems müssen Sie vor allem Zeit in die Analyse des bestehenden Systems stecken. Je genauer Sie diese angehen, desto stärker profitieren Sie von der Einführung. Sollten Sie Fragen haben, oder Unterstützung brauchen, kommen Sie gerne auf uns zu.

Sie haben Fragen zur Einführung eines PIM-Systems? Kontaktieren Sie uns!