Richtig gendern in Ihrem Unternehmen

Gendergerechte Sprache für die interne und externe Kommunikation

Gendergerechte Sprache als wichtiges Gleichstellungsmittel

Eine Unternehmenskommunikation, die alle anspricht und niemanden ausgrenzt, fördert eine inklusive Unternehmenskultur und prägt das Firmenimage. Bei der Umsetzung unterstützen wir Sie gern. Idealerweise führen wir remote oder vor Ort einen Workshop durch, um die optimale Vorgehensweise für verschiedene Formate zu eruieren und einen Leitfaden für die interne und externe Kommunikation zu erstellen. Fehlen Ihnen die Ressourcen, um bestehenden Content gendergerecht umzugestalten? Auch darum kümmern wir uns gern – schnell und zuverlässig. Sprechen Sie uns noch heute an!

Ihre Ansprechpartnerin
Tanja Dröge
Senior Content Consultat

Warum gendergerechte Sprache wichtig ist

Mit Ihrer Unternehmenskommunikation transportieren Sie Ihre Werte, prägen Ihr Firmen- beziehungsweise Markenimage und lenken das Handeln anderer. Kurzum: Mit gezielt gewählten und durchdachten Worten zeigen Sie Respekt, Toleranz und Wertschätzung – ganz gleich, auf welchen Kanälen Sie Ihre Kundschaft, Geschäftspartnerinnen und -partner, Belegschaft oder potenzielle Mitarbeitende ansprechen.

Gendern ist ein wichtiges Instrument zur Gleichbehandlung und Sichtbarmachung in der Unternehmenssprache, um eine inklusive Unternehmenskultur ohne jegliche Form von Diskriminierung, Sexismus oder Rassismus zu fördern und nach außen zu repräsentieren. Bei der ausschließlichen Verwendung des generischen Maskulins werden Frauen ausgegrenzt. Deshalb empfehlen wir

  • eine Unternehmenskommunikation, die alle anspricht und niemanden ausgrenzt:

  • weiblich, divers und männlich.

Da das generische Maskulinum bisher in unserem alltäglichen Sprachgebrauch fest verankert ist, gestaltet sich die Umstellung auf eine gendergerechte und inklusive Sprache auf den ersten Blick schwierig. Benutzt man das Gendersternchen*, den Unterstrich (_), oder doch lieber die Doppelnennung? Wie „gendert“ man korrekt? Werden Adjektive auch „gegendert“? Es bestehen viele verschiedene Varianten, geschlechtergerechte und inklusive Sprache umzusetzen. Denn genderneutral für die interne und externe Kommunikation zu schreiben, ist möglich, ohne dass die sprachliche Qualität leidet. Hilfreich ist dabei ein Leitfaden, der verbindlich für das ganze Unternehmen aufgebaut wird.

Vorliegend finden Sie erste Empfehlungen für die Umsetzung von genderneutralem Schreiben. Kommen Sie bei offenen Fragen gern auf uns zu!

Tipps für eine gendergerechte Sprache mit Barrierefreiheit

Um eine gendergerechte und inklusive Sprache in Ihrem Unternehmen umzusetzen, stehen Ihnen verschiedene Stilmittel zur Verfügung. Die gängigsten sind die Folgenden.

Ausführliche Doppelnennung

Die Nennung beider Geschlechtsformen gilt als höflichste und eindeutigste Variante, zum Beispiel: „Kundinnen und Kunden“.

Empfehlung: Die Beidnennung braucht relativ viel Platz und ist gerade in kurzen Textarten schwierig umzusetzen. Allerdings kann die Schreibweise an anderen Stellen durchaus sinnvoll sein – zum Beispiel in Newslettern oder zielgerichteten Blogbeiträgen.

Sparschreibungen bei Doppelnennung

Hier haben Sie verschiedene Möglichkeiten der Endungen:

  • Schrägstrich oder Unterstrich: Mitarbeiter/innen; Mitarbeiter_innen

  • Gendersternchen: Mitarbeiter*innen

  • großes „I“: MitarbeiterInnen

  • Doppelpunkt: Mitarbeiter:innen

Unsere Empfehlung: Grundsätzlich sind alle Schreibungen gängig. Wir empfehlen daher aus Gründen der inklusiven Sprache die Doppelpunktschreibweise. Nutzen Sie den Doppelpunkt, um geschlechtergerecht zu kommunizieren, wird dieser von Screenreadern als kurze Pause vorgelesen.

So können Menschen mit Lese- oder Seheinschränkungen die Inhalte ohne Missverständnisse wahrnehmen.

Das Gendersternchen wird ausgesprochen, was den Lesefluss negativ beeinflusst, über das große „I“ wird hinweg gelesen. Der Unterstrich ist generell nicht zu empfehlen, da es hier Probleme gibt, wenn eine Unterstreichung erfolgt.

Problem: Beim Singular unterscheiden sich die Artikel, Adjektive und Pronomen, zum Beispiel: „Jede/r Mitarbeiter/in, der/die zu spät kommt, muss seine/ihre Verspätung entschuldigen.” Hier ist es besser, wenn möglich, auf den Plural auszuweichen: „Alle Mitarbeiter:innen (oder Mitarbeitende), die zu spät kommen, müssen ihre Verspätung entschuldigen.“

Geschlechtsneutrale Form

Alternativ zum Doppelpunkt, können auch (geschlechts-)neutrale Formen eine inklusive Sprache unterstützen. Ein Glossar mit einer Vielzahl an geschlechtsneutralen Begriffen für diejenigen, die den Doppelpunkt geschickt umgehen möchten, findet sich hier: www.geschicktgendern.de.

Besonders kurze Textarten müssen Sie auf den Punkt bringen, um Ihre Zielgruppe abzuholen und Aufmerksamkeit zu erregen. Bei Teasern, Metas, Social-Media-Content und Co. ist eine aktive Ansprache eine gute Alternative.

Statt: „Der Benutzer hat zu beachten“

Besser: „Bitte beachten Sie Folgendes“

Hinweis: Seien Sie sensibel und achten sie auch auf zusammengesetzte Wörter!

Statt: Anwaltskosten

Besser: Kosten für die Rechtsvertretung.

Herausforderungen beim Gendern

Einige Formen stellen beim Gendern Herausforderungen dar. Wie sieht es beispielsweise mit Begriffen wie „jedermann“ aus? „Jedefrau“ ist zwar im feministischen Bereich verbreitet, als verkürzte Variante aber eher ungeeignet. Hier also besser ausweichen – etwa auf „alle“.

Statt: „Homeoffice für jedermann und jedefrau“

Besser: „Homeoffice für alle“

Endet die maskuline Form auf „e“ wie etwa „Kollege“, wird die feminine Variante mit „in“ gebildet „Kollegin“. Das „e“ entfällt. Nicht üblich ist „Kolleg-/-inn-/-en“, nicht amtlich sind „Kolleg/innen“, „Kolleg:innen“ etc. Hier ist es also besser, auf die Doppelschreibweise zurückzugreifen oder einen alternativen Begriff zu verwenden wie etwa „unsere Belegschaft“.

Übrigens: „Mitglied“ ist als Personenbezeichnung ein Neutrum und daher nicht zu gendern.

Richtig gendern für Google & Co.

Auch im Bereich der Suchmaschinenoptimierung stellt die Gender-Thematik einige Herausforderungen dar. Wie sieht es beispielsweise mit wichtigen Keywords aus und aktuellen Rankings?

Rankt beispielsweise eine Seite für das Schlüsselwort „Kunden“ bereits gut, ist es nicht sinnvoll, auf „Kundschaft“ auszuweichen. Hier empfiehlt es sich die Doppelschreibweise konsequent zu nutzen: „Kunden und Kundinnen“.

5 Tipps für gendergerechtes Schreiben

Denken Sie daran, dass die Leitlinien für Ihre Unternehmenskommunikation intern und extern gelten und identisch sein sollte. Bei Unterschieden kann es schnell zu Missverständnissen kommen und die Einheitlichkeit von beispielsweise externer Kommunikation kann darunter leiden.

1. Direkte Ansprache

Wer seine Besucher:innen oder Mitarbeitende direkt in Texten anspricht, ist in der Regel gendergerecht unterwegs. Gleichzeitig wird eine persönliche Ebene geschaffen. Besonders bei kurzen Textformaten bietet sich diese Variante an.

2. Neutrale Begriffe

Neutrale Begriffe, bei denen nur ein grammatikalisches Geschlecht besteht (z.B. die Fachkraft, die Belegschaft, der Gast o.ä.) oder sachliche Begriffe (wie z.B. „Praktikum“, „Ausbildung“ o.ä.), ist eine einfache Umsetzung.

3. Neutraler Plural

Manche Begriffe können im Singular sowohl mit männlichem als auch weiblichem Artikel gebildet werden und sind somit im Plural geschlechtsneutral (z.B. „der Selbstständige“ & „die Selbstständige“, die in der Mehrzahl „die Selbstständigen“ sind). Auch „die Angestellten“ ist geschlechtsneutral.

4. Substantivierungen

Mit einem einfachen Kniff lassen sich Doppelnennungen vermeiden. „Mitarbeitende“ oder „Studierende“ beinhalten alle möglichen Geschlechter und nehmen wenig Platz weg.

5. Doppelpunkt (o.Ä.)

Statt beide Geschlechter komplett auszuschreiben („Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“) kann platzsparender z.B. ein Doppelpunkt gesetzt werden (Mitarbeiter:innen). Auch die klassischen Schreibweisen „Mitarbeiter-/innen“ können genutzt werden. Sie schließen aber im Gegensatz zum Doppelpunkt unter „divers“ stehende Geschlechter nicht mit ein. Generell sollte geschaut werden, dass diese Methode immer zum Einsatz kommt, wenn sie leicht einzusetzen ist. Formulierungen wie „jede:r Mitarbeiter:in“ sind nicht gut leserlich und könnten auch vom Bezug her falsch verstanden werden, da die Begriffe vor und nach dem Doppelpunkt nicht zusammenpassen.

Gendergerechte Unternehmenssprache mit Unterstützung von diva-e

Die Umgestaltung auf eine gendergerechte Sprache ist grundsätzlich möglich, stellt aber an vielen Stellen Herausforderungen dar. Besonders bei den verschiedenen Textarten ist Sprachgefühl wichtig, um die gewünschte Botschaft zu transportieren.

Gern unterstützen wir Sie mit unserer langjährigen Expertise und unserem kompetenten Team bei der Umsetzung. Für Sie erstellen wir bei Bedarf einen Kommunikationsleitfaden, um Ihre Unternehmenskommunikation und Ihr Image zu stärken. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf – wir freuen uns auf den Austausch!

Ihre Ansprechpartnerin
Tanja Dröge
Senior Content Consultat

Unsere Leistungen rund um gendergerechte Unternehmenssprache

Erarbeiten einer gendergerechten Kommunikation (intern und extern)

Umschreiben des bestehenden Contents

Ausarbeitung eines Unternehmenskommunikations-Leitfadens (Corporate Wording)

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