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AI News & Trends  | 26 Feb 2026

AI Visibility – Die 5 größten GEO/GAIO-Gaps, die wir aktuell sehen

Warum starke Marken in KI-Systemen unsichtbar bleiben – und was die Gewinner anders machen

Anne Brosch Porträt
Anne Brosch

2026 ist AI Search kein Trend mehr, sondern Realität. Was lange als Ergänzung zu klassischer Suche galt, verschiebt inzwischen sichtbar die Spielregeln. 


AI-Overviews, Chatbots und virtuelle Assistenten übernehmen immer häufiger die erste Antwort – und damit die Aufmerksamkeit. Klassische Top-10-Rankings verlieren somit an Bedeutung. 

Organischer Traffic geht zurück

Gartner prognostizierte bereits, dass Marken durch die zunehmende Nutzung generativer KI-Suche signifikante Einbußen im organischen Traffic verzeichnen könnten (Studie 2023: bis zu 25 % Rückgang bis 2026 und bis zu 50 % bis 2028).  


Vieles deutet darauf hin, dass diese Entwicklung schneller eintritt als erwartet.   


Für Marketingabteilungen heißt es daher: Abwarten ist keine Option mehr. Wer Sichtbarkeit sichern will, muss Websites gezielt auf KI-Lesbarkeit, Struktur und Autorität ausrichten – nicht irgendwann, sondern strategisch und priorisiert. 

Was können Marken jetzt tun, um weiterhin auffindbar zu bleiben?

Wenn KI-Systeme zunehmend die erste Antwort liefern, verschiebt sich die Frage von „Wie ranken wir?“ zu „Wie werden wir verstanden und zitiert?“.  


Wir haben uns die größten Gaps angesehen, die es aktuell für viele Brands noch erschweren, in AI Overviews zu erscheinen. Außerdem haben wir einen Blick auf Best Practices gewagt: Was machen die Gewinner richtig? 

 
In unserer Arbeit zeigt sich dabei ein klares Bild: Die meisten Marken verfügen über hochwertige Inhalte und starke Produkte – verlieren jedoch Sichtbarkeit durch strukturelle, semantische oder technische Lücken. Gleichzeitig sehen wir erste Beispiele am Markt, bei denen genau diese Hebel bereits strategisch richtig genutzt werden. 

Häufige GEO-Lücken – Wo Marken KI-Sichtbarkeit verlieren

Die folgenden Muster treten branchenübergreifend auf und basieren auf Erkenntnissen aus Readiness-Checks, umfassenderen Audits sowie Wettbewerbsanalysen im Marktumfeld. 

1. Themen-Verwässerung statt Topical Authority

Problem 
 
Marken publizieren zu vielen Themen gleichzeitig, ohne ein klar definiertes Kerngebiet systematisch zu besetzen. 

 

Typische Symptome 

  • Keine erkennbare Themen-Hierarchie (Entitäten-Struktur fehlt im Content) 

  • Viele isolierte Artikel ohne strategische Einordnung 

  • Content wird aus Traffic-Motivation heraus produziert, nicht aus Positionierungslogik 

  • Unklare Zielgruppe: Für wen ist der Inhalt eigentlich gedacht – und warum? 

 

Auswirkung in KI-Systemen 

  • Fehlende thematische Autorität 

  • Keine klare fachliche Zuordnung möglich 

  • Wettbewerber mit stärkerer Fokussierung werden bevorzugt zitiert 

 

Best Practice: Konkrete Schritte für mehr KI-Sichtbarkeit 


In der Praxis zeigt sich hier vor allem der Bedarf an einer klaren inhaltlichen Positionierung: Strategische Themencluster müssen definiert, Zielgruppen geschärft und Inhalte entlang einer nachvollziehbaren Entitäten- und Informationsarchitektur aufgebaut werden. Das erfordert die enge Verzahnung von Content-Strategie, digitaler Gesamtstrategie und UX-Konzeption um aus einzelnen Content-Pieces ein konsistentes, KI-lesbares Wissenssystem zu entwickeln. 

2. Inhaltliches „Bla-Bla“ & interne Sprache

Problem 
 
Texte enthalten viel Corporate-Sprache, aber wenig belegbare Aussagen, Daten oder klare Kernaussagen. 

 

Typische Symptome 

  • Prosa statt präziser Aussagen 

  • Keine klar zitierfähigen Sinn-Einheiten 

  • Kaum Fakten, Studien, Zahlen oder Quellen 

  • Interne Sprache statt Kundensprache 

  • Fehlende Entitäten-Abbildung im Content 

 

Auswirkung in KI-Systemen 

  • Inhalte sind schwer nachvollziehbar und nicht ausreichend belegbar 

  • Fehlende Übernahmefähigkeit in generativen Antworten 

  • Marke wird selten als Referenz genannt 

 

Best Practices: Was tun, um AI-fit zu werden? 


Unternehmen sollten zunächst ihre Inhalte konsequent auf die Zielgruppe schärfen. Das bedeutet konkret: klare Kernaussagen formulieren, diese mit Daten oder Quellen belegen, Fachbegriffe aus Kundensicht erklären und Inhalte so strukturieren, dass sie in prägnanten, zitierfähigen Einheiten vorliegen.  

 

Erst wenn Content fachlich eindeutig, sprachlich verständlich und strukturell sauber aufgebaut ist, kann er von KI-Systemen zuverlässig eingeordnet und übernommen werden. 

 

Dabei unterstützen wir Sie bei Bedarf mit unseren Expert:innen aus den Bereichen Content Marketing, SEO sowie mit gezielten GAIO-Services, um Inhalte systematisch auf KI-Sichtbarkeit auszurichten. 

3. Technische Hürden für KI-Bots

Problem 
 
Technische Barrieren verhindern oder erschweren das maschinelle Auslesen von Inhalten. 

 

Typische Symptome 

  • JavaScript-lastige Seiten 

  • Nicht maschinenlesbare Accordions 

  • Interaktive One-Pager ohne crawlbare Struktur 

  • Filter-Logiken mit problematischen Parameter-URLs 

  • Unbeabsichtigtes AI-Bot-Blocking 

  • Fehlerhafte oder fehlende H-Struktur 

 

Auswirkung in KI-Systemen 

  • Inhalte werden unvollständig erfasst 

  • Relevante Passagen bleiben unsichtbar 

  • Wettbewerber mit sauberer Struktur werden bevorzugt 

 

Best Practices: Was tun, um technische Hürden zu beseitigen? 


Zunächst sollten alle Inhalte vollständig crawlbar und maschinenlesbar gemacht werden: versteckte Inhalte offen zugänglich strukturieren, JavaScript-Rendering prüfen, saubere H-Strukturen implementieren und sicherstellen, dass keine relevanten Inhalte durch Parameter-Logiken oder Bot-Blocking ausgeschlossen werden. Ziel ist eine technisch klare, logisch aufgebaute Informationsarchitektur, die KI-Systeme ohne Umwege erfassen können. 

 

Dabei unterstützen wir bei Bedarf mit technischer Analyse und Umsetzung im Rahmen von SEO und gezielten GAIO-Services. 

4. Fehlende oder fehlerhafte Schema.org-Umsetzung

Problem 
 
Wichtige Entitäten sind im Code nicht sauber markiert, was in der Praxis dazu führt, dass KI-Systeme Inhalte nicht korrekt einordnen können. 

 

Typische Symptome 

  • Kein Autoren-Markup 

  • Fehlende FAQ-, Product- oder Review-Markups 

  • Inkonsistente oder fehlerhafte Implementierung 

  • Keine Abbildung von Entitäten-Beziehungen 

 

Auswirkung in KI-Systemen 

  • Fehlinterpretationen 

  • Entitäten werden nicht erkannt 

  • Inhalte werden ignoriert oder falsch eingeordnet 

 

Best Practices: Was tun, um Entitäten sauber auszuzeichnen? 


Unternehmen sollten zentrale Inhalte systematisch mit strukturierten Daten anreichern: Autor:innen klar kennzeichnen, FAQs einbinden, Produkte und Bewertungen korrekt auszeichnen und Entitäten sowie ihre Beziehungen technisch sauber modellieren. So wird für KI-Systeme eindeutig, wer spricht, worüber gesprochen wird und in welchem Kontext Informationen stehen. 

 

Die strategische und technische Umsetzung begleiten wir bei Bedarf über unsere Leistungen in SEO, Content Marketing und spezialisierten GAIO-Services. 

5. Performance-Probleme (Mobile First)

Problem 

Langsame Ladezeiten – insbesondere auf mobilen Endgeräten – führen dazu, dass KI-Bots auf schnellere Alternativen ausweichen. 

 

Typische Symptome 

  • Schlechte PageSpeed-Werte 

  • Verzögerte Rendering-Zeiten 

  • Hohe Skript-Last 

 

Auswirkung in KI-Systemen 

  • Schnellere Quellen werden bevorzugt 

  • Crawling-Effizienz sinkt 

 

Best Practices: Was tun, um Performance AI-tauglich zu machen? 


Entscheidend ist eine konsequente Mobile-First-Optimierung: Ladezeiten reduzieren, unnötige Skripte entfernen, Rendering-Prozesse beschleunigen und technische Altlasten im CMS identifizieren. Eine performante Website erhöht nicht nur die Nutzerzufriedenheit, sondern verbessert auch die Effizienz des Crawlings durch KI-Systeme. 

 

Bei der Analyse und Optimierung unterstützen wir mit technischen Maßnahmen im Rahmen von UX/UI-Design, CMS Development sowie gezielten GAIO-Services. 

Tipps & Tricks: Markenbeispiele, bei denen AI Visibility bereits funktioniert

Einige Unternehmen zeigen bereits, wie GAIO/GEO erfolgreich umgesetzt werden kann. Ein Blick auf Brands wie Apple, Stripe, IBM oder NVIDIA macht deutlich: Es geht nicht um einzelne SEO-Maßnahmen, sondern um klare Datenstrukturen, sichtbare Expertise, technische Präzision und Inhalte, die für KI-Systeme eindeutig interpretierbar sind. 

 

Apple Setzt auf klar strukturierte, datenreiche Produktseiten mit tabellarischen Spezifikationen und präzisen Bildbeschreibungen. Dadurch sind Informationen sowohl für Nutzer:innen, als auch für KI-Systeme eindeutig erfassbar (Multimodal AI). 

 

Stripe stellt mit einer eigenen „llms.txt“-Datei eine strukturierte Orientierung für KI-Systeme bereit – vergleichbar mit einer robots.txt, jedoch speziell für Large Language Models gedacht. So werden relevante Inhalte gezielt auffindbar und priorisierbar gemacht. 

 

IBM macht Expertise auf einer Konzernwebsite transparent: Fachartikel werden klaren Autori:nnen zugeordnet, inklusive Profilseiten mit Hintergrund, Rolle und weiteren Veröffentlichungen. Diese saubere Autorenstruktur stärkt EEAT-Signale und erleichtert KI-Systemen die Zuordnung von Expertise zu konkreten Themenfeldern. 

 

NVIDIA trennt technische Dokumentation konsequent von Marketingtexten und stellt komplexe Inhalte strukturiert und logisch dar. Das erleichtert KI-Systemen die Kontextzuordnung und semantische Einordnung. 

Fazit

Die meisten Marken verlieren KI-Sichtbarkeit nicht wegen schlechter Inhalte, sondern wegen fehlender Struktur, technischer Hürden, unklarer Autoritätssignale und mangelnder Zitierfähigkeit. Das macht das Thema GEO/GAIO für Marketingabteilungen nicht zu einem reinen SEO-Thema, sondern benötigt ein Zusammenspiel aus: 

 

 

Damit ist klar: In einer Welt, in der AI-Search die Spielregeln neu definiert, entscheiden nicht Lautstärke und massenhaft Content, sondern Struktur und Klarheit über Sichtbarkeit.  Je klarer Themen, Entitäten und Expertise strukturiert werden, desto höher die Wahrscheinlichkeit, als Quelle in KI-generierten Antworten berücksichtigt zu werden. 

 

Unsere diva-e Conclusion Expert:innen helfen Ihnen gern beim strategischen, technischen und inhaltlichem Set-up. 

Anne Brosch Porträt
Anne Brosch

Anne Brosch ist seit 2024 als Senior Marketing Manager Teil des diva-e Teams. Als Expertin für Account Based Marketing und Demand Gen unterstützt sie bereits seit mehr als 12 Jahren Unternehmen im Technologiesektor und in der Technologieberatung. Dabei legt sie großen Wert auf Wissensaufbau und Austausch mit Kunden und Partnern.

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