Eine neue technische Basis für internationalen E-Commerce

ifm entwickelt und produziert Automatisierungslösungen für industrielle Anwendungen und ist mit seinem breiten Portfolio international in mehr als 85 Ländern aktiv. Der internationale E-Commerce des Unternehmens basiert auf einer komplexen System- und Prozesslandschaft. Als die bestehende Plattform das Ende ihres Lebenszyklus erreichte, stand daher nicht nur ein Systemwechsel an – es galt, die technische Grundlage für den digitalen Vertrieb zukunftsfähig aufzustellen.
Gemeinsam mit diva-e Conclusion migrierte ifm seine E-Commerce-Plattform auf commercetools. Im Fokus standen eine flexible und skalierbare Architektur, die stärkere Vernetzung bestehender Systeme und eine belastbare Basis für den internationalen Rollout.
commercetools wurde als cloudbasierte E-Commerce-Lösung ausgewählt, die nicht als isoliertes Shop-System, sondern als flexibler Baustein innerhalb einer größeren Systemlandschaft eingesetzt werden kann.
Für ifm war insbesondere die Integrationsfähigkeit mit bestehenden Kernsystemen relevant. Dadurch können Prozesse stärker automatisiert und Informationen dort genutzt werden, wo sie benötigt werden.
Ein wichtiger Punkt für ifm war dabei, dass die beteiligten Systeme Daten miteinander synchronisieren: Die engere Verbindung von CRM und Commerce sollte unter anderem einen schnelleren Zugang der Kund:innen zu ihren persönlichen Konditionen und individuellen Produktempfehlungen ermöglichen.
Strategie-Workshops bildeten den Ausgangspunkt für die Bewertung der zukünftigen E-Commerce-Architektur. Die Systemauswahl wurde Mitte 2023 abgeschlossen.
Im November 2023 wurde der Proof of Concept abgeschlossen.
Nach dem Onboarding von diva-e Conclusion im April 2024 startete im zweiten Quartal 2024 die eigentliche Implementierungsphase.
Im März 2026 gingen Österreich und die Niederlande mit der neuen Plattform live.
Ergänzend wurde die OCI-/cXML-Punchout-Funktionalität umgesetzt. Aktuell läuft der internationale Länderrollout mit begleitender Feature-Weiterentwicklung.
Österreich und die Niederlande wurden bewusst als Pilotländer ausgewählt. Beide Märkte sind relevant, verfügen gleichzeitig über ein gut handhabbares Transaktionsvolumen und boten damit ein Verhältnis aus überschaubarem Risiko und hohem Erkenntnisgewinn. Die Erfahrungen aus den ersten Rollouts fließen in die weiteren Länder ein.


Im Projekt wurden unter anderem folgende Leistungen umgesetzt:
Strategie- und Konzeptionsarbeit
Auswahl und Einführung der neuen commercetools E-Commerce-Plattform
Proof of Concept
Implementierung des MVP
Integration mit SAP ERP und Salesforce
Umsetzung der OCI-/cXML-Punchout-Funktionalität
Länderrollouts
begleitende Feature-Weiterentwicklung
Unterstützung beim Onboarding und Training der Länderorganisationen
Mit dem Replatforming wurde eine neue technische Grundlage für den internationalen E-Commerce von ifm geschaffen. Dabei ging es bewusst nicht um eine neue Kundenoberfläche oder zusätzliche Funktionen für Kund:innen – die Oberfläche blieb unverändert. Der wesentliche Mehrwert liegt in der neuen Architektur, der höheren Systemstabilität und den verbesserten internen Prozessen.
Die Migration erfolgte ohne Beeinträchtigung des Tagesgeschäfts und blieb für ifm-Kund:innen nahezu unsichtbar. Gleichzeitig zeigt das neue System im Vergleich zum Vorgänger eine höhere Stabilität und Verfügbarkeit.
Die ersten Länder-Rollouts haben bestätigt, dass der neue Ansatz technisch, fachlich und organisatorisch funktioniert. Damit ist eine belastbare Grundlage für die weitere internationale Einführung geschaffen.


6 von rund 50 Ländern live
über 10.000 Bestellungen über die neue Plattform
über 13 Mio. EUR Umsatz über die neue Plattform
11 Länder-Go-Lives für 2026 geplant
über 20 weitere Länder-Go-Lives für 2027 geplant
4,6 von 5 Punkten für die Bewertung der Datensynchronisation zwischen commercetools und Salesforce
75 % geben an, weniger im Shopsystem zu arbeiten als zuvor
rund 30 Minuten Zeitersparnis pro Tag bei jeder zweiten befragten Person im Customer Service (in den Pilotländern Österreich und Niederlande)